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"Wie werden Dinge zum Leben erweckt?" Mit dieser Frage beschäftigt sich der deutsche Komponist, Elektronikproduzent und klassisch ausgebildete Pianist Johannes Motschmann. "Ich wollte Musik über den Ausgangspunkt machen, darüber, wie Musik entsteht. Es geht auf diesem Album also darum, Konzepte und Ideen zum Leben zu erwecken."

Es ist diese einzigartige kompositorische Annäherung an elektronische Musik, die Motschmann mehrere bahnbrechende Alben veröffentlichen und eine Reihe gefeierter Auftritte auf der ganzen Welt absolvieren ließ, zuletzt mit Boris Bolles und David Panzl als Johannes Motschmann Trio. Das Album "Electric Fields" via Neue Meister aus dem Jahr 2016 mit seiner Mischung aus klassischen Blüten und schönen Momenten der elektronischen Musik ist charakteristisch für seinen kreativen Prozess – "Neue Klangräume inspiriert von elektronischer Musik, jedoch 100 Prozent handgemacht", so beschrieb er es – und wiederholte diese Vorgehensweise jetzt für "Lifestream".

"Das Konzept des 'Lifestreams' hat viele Bedeutungen", sagt er, "und schreibt man den Titel anders, mit 'v', dann passt das genau zu dem, was wir bei unseren Liveauftritten machen. Die Idee, einen Lifestream zu erschaffen, bedeutet auch, etwas aus dem Moment heraus zu erschaffen, direkt auf der Bühne, ohne Loops, ohne Samples. Das meiste machen wir also wirklich mit unseren Händen, direkt in dem Moment."

Angelegt als narrativer Bogen spiegelt "Lifestream" selbst den natürlichen Lauf der Dinge wider – von der Geburt bis zum Tod, von "Craving", einem euphorischen, schimmernden Track, der die DNA des gesamten Albums beinhaltet, bis zu "Grave", einem Stück über Schwerelosigkeit und "einen Raum, den ich nicht im Detail beschreiben wollte." Es ist, erklärt Motschmann, eine Art Epitaph, mit einem eindringlichen Klavier und trauernden Streichern, die der Aufnahme und dem in ihr enthaltenen Leben eine friedliche – und passende – Coda verleihen.

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