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24. Okt

Neue Meister – Modern Classical Music Konzert

Die sechste Ausgabe der Konzertreihe Neue Meister bringt erneut wesentliche Vertreter des Modern Classical - Genres auf die Berliner Bühne. Konzeptkünstler und Komponist Hendrik Weber aka Pantha du Prince präsentiert zusammen mit dem deutsch-persischen Komponisten Arash Safaian sowie dem Pianisten Sebastian Knauer ihr gerade veröffentlichtes Projekt "Mondholz", in dem sie die universale Architektur des Kanons mit dem Prinzip des Tanzes vereinen. "Mondholz" greift das Projekt "ÜberBach" auf, für das Arash Safaian und Sebastian Knauer mit dem ECHO Klassik 2017 in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" ausgezeichnet wurden.

Ein weiterer musikalischer Grenzgänger, Sven Helbig, stellt ein Werk in drei Sätzen vor, "Tres Momentos", in denen die Grundmotive der Komposition – Eigenleben des Klanges, Rhythmus und Melodie – in verschiedene Formen fließen.

John Metcalfe, aktuell einer der aufregendsten und vielseitigsten Komponisten Großbritanniens, dessen Karriere mit der legendären Band The Durutti Column startete, führt zusammen mit der Sängerin Rosie Doonan die deutsche Premiere seiner Mini-Suite Flood, "Tide" auf.

Der Abend wird vom spanischen Komponisten und Pianisten Oriol Cruixent abgerundet, seine Bacchanalia für Streichorchester und Solo-Percussion, gespielt von Martin Krause, aus dem dreiteiligen Zyklus "Trinoctium" zieht den Zuhörer durch ausdrucksstarke Rhythmen eindrucksvoll in seinen Bann.

John Metcalfe - "Flood, Tide"

Von frühen, vom Operngesang seines Vaters begleiteten Kindertagen ausgehend, hat sich John Metcalfe zu einem der aufregendsten und vielseitigsten Musiker und Komponisten Großbritanniens entwickelt. Von weltweiten Streichquartett-Darbietungen in renommierten Konzerthäusern über das Arrangieren und Produzieren der Werke von Künstlern wie Peter Gabriel, Max Richter, Coldplay oder Blur bis hin zur Veröffentlichung eigener genreprägender Tonträger: Metcalfes musikalische Handschrift ist einzigartig. Das ehemalige Mitglied der legendären Band The Durutti Column, hat bis dato vier eigene Alben veröffentlicht.

Auf dem aktuellen Album "The Appearance Of Colour" präsentiert er Kompositionen, welche die Grenzen zwischen elektronischen und postklassischen Stilen auflösen.

Flood, Tide

Diese Mini-Suite besteht aus vier Stücken, die auf der Vorstellung von imaginären Gesprächen mit Verstorbenen basieren. Das erste Stück "Flood, Tide" wurde geschrieben, nachdem sich ein enger Freund Metcalfes das Leben nahm. Solitude bildet einen Monolog über die Bedeutung des eigenen Lebens ab, konfrontiert mit dem Tod eines anderen Menschen.

Das dritte Stück "Echo Valley" ist eine Vorstellung von den letzten absichtlich bewusst geformten Gedanken im Angesicht des eintretenden Todes, die sich in etwas verwandeln, das völlig undefinierbar ist. Das finale "Wrapped" beschäftigt sich mit einseitigen Konversationen, die sich in der Abwesenheit der anderen, verstorbenen Person still fortsetzen.

John Metcalfe Komponist Geiger

 

Oriol Cruixent

Der Komponist und Pianist Oriol Cruixent (1976) verfügt bereits jetzt über ein großes Werkverzeichnis mit mehr als 75 Opus. Ausbildungen in den Fächern Violine, Gesang, Klavier, Chor- und Orchesterleitung verfeinern sein musikalisches Profil neben seiner intensiven Tätigkeit als Komponist. Selbst als Continuospieler in Versaille und als Pianist eines Jazz-Ensembles macht sich Cruixent einen Namen. Heute lebt und arbeitet der mit internationalen Preisen ausgezeichnete Komponist in seiner Heimatstadt Barcelona.

Bacchanalia

Trinoctium - Eine Beleuchtung der Nacht oder doch eine Reflexion der kosmischen Evolution? Der insgesamt dreiteilige Zyklus entstand in seiner heutigen Form im Jahr 2006 im Auftrag des Deutschen Kammerorchesters Berlin. Während die ersten beiden, heute nicht gespielten, Konzertteile sich den mystischen, dunklen und unheimlichen Aspekten der Nacht widmen, legt das ausgewählte Finale "Bacchanalia" seinen Fokus auf die freudigen Ereignisse eines nächtlichen Festes. Durch ausdrucksstarke Rhythmen – Solo-Percussions gespielt von Martin Krause – zieht es den Zuhörer eindrucksvoll in seinen Bann.

Oriol Cruixent Komponist

 

Sven Helbig

Sven Helbig schreibt Musik für Chor, Orchester- und Kammerensemble. Oft sind elektronische Sounds Teil seiner Kompositionen. Mit der Verbindung von traditioneller Kompositionstechnik, Ambient- und Dorne-Musik spielt er live sowohl auf den klassischen Konzertbühnen, als auch in den Clubs und Festivals der Indie- und Electronica-Szene. Helbig's aktuelles Chorwerk "I Eat The Sun And Drink The Rain" erschien 2016 auf Neue Meister. Sven Helbig ist Mitbegründer der Dresdner Sinfoniker, dem ersten europäischen Orchester für ausschließlich zeitgenössische Musik. Zudem pflegt er langjährige kreative Partnerschaften mit dem Fauré Quartett, Opernsänger René Pape, Dirigent Kristjan Järvi, den Pet Shop Boys und der Band Rammstein.

Tres Momentos

Nach Sven Helbig's eigenen Worten ist "Tres Momentos" eine "Kollektivimprovisation zwischen drei Inseln komponierter Musik" und , wurde dieses Jahr beim Moritzburg-Festival uraufgeführt. Der erste notierte Teil "El Primer Momento" stellt das melodische Material vor. Im zweiten Teil "El Segundo Momento" löst sich die Harmonik auf, hier steht der Rhythmus im Vordergrund. Im dritten Teil "El Tercer Momento" werden zuletzt die Stimmen zu einem Walzer zusammengeführt und die Harmonien kehren zurück. In diesem Werk bedingen einander Unordnung und Struktur sowie, Heiliges und Profanes.

Sven Helbig Komponist Skatepark

 

Pantha du Prince - "ÜberBach" feat. "Mondholz"

Hendrik Weber, erfolgreicher Komponist, Produzent und Konzeptkünstler, veröffentlicht als Pantha Du Prince seit 2002 die Alben, die sich von Minimal Techno immer mehr zu Gesamtkunstwerken entwickelt haben. Mit seinem Debüt "Nowhere" schuf er einen einzigartigen Raum, nicht nur in der Szene der elektronischen Musik, sondern auch in der Indie-Welt. Ein paar Jahre später erschien das erste Studioalbum "Diamond Daze". Es folgten nach einer Remix-12"-Veröffentlichung (Butterfly Girl Versions) sowie neuem Material (Lichten/Walden), sein zweites Studioalbum als Pantha du Prince "This Bliss", 2007, das für großes Aufsehen bei den Kritikern sorgte.

Mondholz

"Mondholz: Remixes & Canons" setzt das Konzept des Arash Safaian Albums "ÜberBach" (ECHO Klassik 2017-Preiträger in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen") fort: eine Musik zu komponieren, in der man Bach spüren konnte, ohne dass Bach "dabei" war. "ÜberBach" ist eine makellose Kombination von Bachs revolutionärem Stil mit Safaians außergewöhnlicher Neuinterpretation des Originalwerkes abgerundet von der Elektronik-Kompositionskunst des renommierten Produzenten Hendrik Weber alias Pantha Du Prince. "Musik ist der Transmitter, der uns auf neue Reisen schickt, uns beruhigt und auch verwirrt", sagt Weber, "und ich liebe es, wenn Musikliebhaber offener werden, wenn sich ihre Wahrnehmung in bisher noch nicht ergründete Regionen ausweitet."

Pantha Du Prince, DJ

ÜberBach - Arash Safaian, Sebastian Knauer, Pascal Schumacher

Der in Teheran geborene Künstler, Komponist und Produzent Arash Safaian ist international für seine Orchester-, Opern- und Filmmusikkompositionen bekannt. Für das Projekt "ÜberBach" arbeitet er mit Sebastian Knauer und Pascal Schumacher zusammen. Sebastian Knauer ist einer der großen international erfolgreichen Pianisten. Er kann nicht nur auf eine 25-jährige Konzertkarriere zurückblicken, sondern wird auch für seine kreativen Konzepte für Alben und Live Produktionen geschätzt. Zusammen mit Arash Safaian ist er für das "ÜberBach"-Projekt mit dem ECHO Klassik 2017 in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" ausgezeichnet. Der Luxemburger Vibraphonist und Komponist Pascal Schumacher ist nicht nur im Jazz zuhause, sondern jenseits aller Genregrenzen erfolgreich.

LineUp

John Metcalfe
Oriol Cruixent
Sven Helbig
Pantha du Prince mit Arash Safaian / Sebastian Knauer / Pascal Schumacher

Weitere Künstler:
Percussion: Martin Krause
Gesang: Rosie Doonan

Ensemble:
Deutsches Kammerorchester Berlin
Leitung: Catherine Larsen-Maquire

Tickets via:
www.koka36.de
www.eventim.de
www.dko-berlin.de
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