Informationen

Gestapelte Instrumente – Tamar Halperin und Guy Sternberg und der Satie-Sound von heute
Nach Erik Saties Tod im Jahr 1925 betraten Freunde von ihm erstmals seit langer Zeit wieder seine Wohnung. Sie waren überrascht neben zahllosen Regenschirmen und einem chaotischen Durcheinander zwei aufeinandergestapelte Konzertflügel vorzufinden. Dieses Bild hat Pianistin Tamar Halperin und Produzent Guy Sternberg zu ihrem Album inspiriert. Sie zerlegen Saties Kompositionen in Einzelstimmen, spielen sie auf unterschiedlichen Instrumenten und stapeln die Versatzstücke wieder aufeinander. Mit einem Konzertflügel, Cembalo, Glockenspiel, Hammondorgel, Wurlitzer-Piano und natürlich einem Computer gehen Halperin und Sternberg dabei der Frage nach, wie Saties Musik heute wohl geklungen hätte. Zugleich spiegeln ihre Interpretationen Saties Einfluss auf unterschiedlichste, ihm nachfolgende Generationen an Künstlern wieder. Satie ist schließlich weit mehr als der Archetyp des Minimalpianisten. Er hat als Komponist die Grenzen zwischen „klassischer Kunstmusik" und nicht-klassischen, populären Stilrichtungen verwischt und unterschiedlichste ästhetische Konzepte, wie den Minimalismus, Dadaismus, Nonsens oder Surrealismus in die Musik eingeführt. Damit hat er selbst wiederum Spuren in unterschiedlichsten Künsten hinterlassen.


Die „Gnossienne #2“ benennt Halperin z.B. „Freddie Free“, weil der legendäre Miles Davis Song „Freddie Freeloader“ vom Album „Kind of Blue“ mit der gleichen Harmoniefolge beginnt. „Gnossienne #1“ wird zu „The Café Scene“, weil das Stück durch den Film „Feu Follet“ von Louis Malles zu einem immer wieder eingesetzten Standard für Filmsoundtracks avancierte. „Manière de Commencement“ ist als „Man Ray“ bezeichnet, weil der amerikanische Künstler eine Lithographien seiner gleichnamigen Serie „Erik Saties Birne“ betitelte. Das Cover des Albums ist inspiriert von Maler und Graphiker Henri de Toulouse-Lautrec. Tamar Halperin wurde dazu von Fotograph Gregor Hohenberg in einem Kostüm aus der Satie-Zeit fotografiert. Das Foto wurde schließlich von Graphiker Dirk Rudolph in ein Bild überführt, das mit Elementen von Toulouse-Lautrecs Ästhetik spielt.

Weitere Releases von Tamar Halperin

News

  • Ansicht

Cookie Preference

Please select an option. You can find more information about the consequences of your choice at Help.

Select an option to continue

Your selection was saved!

Help

Help

To continue, you must make a cookie selection. Below is an explanation of the different options and their meaning.

  • Accept all cookies:
    All cookies such as tracking and analytics cookies.
  • Accept first-party cookies only:
    Only cookies from this website.
  • Reject all cookies:
    No cookies except for those necessary for technical reasons are set.

You can change your cookie setting here anytime: Datenschutz. Impressum

Back