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Als "ein Haus mit dreizehn Zimmern – jede Komposition ist wie ein kleines Zimmer" bezeichnet Pianist und Komponist Clemens Christian Poetzsch sein Album "Remember Tomorrow". Eine umfassende Sammlung von dreizehn Songs, die jeweils wie eine eigene und in sich abgeschlossene Welt für sich stehen. Auf seinem Neue Meister Debüt beschäftigt sich Poetzsch mit musikalischen Flashbacks und Déjà-vu-Erlebnissen mit vertrauten Menschen und Orten. Sein Ziel war es dabei "diese kurzen Momente in bestimmten Situationen, in denen man sich ganz plötzlich an etwas erinnert fühlt" zu dekonstruieren. Diese Momente "kennt jeder, sie begleiten einen durchs Leben und haben deshalb einen gewissen Einfluss auf deine Zukunft, auf dein Verhalten, darauf, wie du mit Leuten sprichst oder wie du die Dinge siehst." 

 

Poetzsch selbst erklärt, dass er "beim Betreten eines Raums oder im Gespräch mit jemandem plötzlich denke: 'Oh, das kommt mir irgendwie bekannt vor.'" Auch Musik kann Erinnerungen wecken oder Bruchstücke von Erlebtem wieder ins Gedächtnis rufen. So ist "Remember Tomorrow" sein Ansatz in all dem einen Sinn zu finden und die Kluft zwischen dem Gestern und dem Morgen zu überbrücken. Um das zu erreichen hat Poetzsch den Schritt auf neues Terrain gewagt, hat neue Elemente und Instrumente in seine Kompositionen mit einfließen lassen und seinen Ideen freien Lauf gelassen.  

"Manches wurde aus einer Improvisation heraus geschrieben, anderes nicht – einen wirklichen Plan gab es nicht", erklärt Poetzsch. Kontrabass, Piano, Einflüsse des Jazz, der Klassik und der Elektronik haben ihren Beitrag zu "Remember Tomorrow" geleistet.  

Der Ansatz von Clemens Christian Poetzsch, sowohl beim Experimentieren als auch bei der Zusammenarbeit mit Kollegen, besteht darin, einfach einzutauchen und auszuprobieren, dabei Neues zu entdecken und zu schauen, was funktioniert und was nicht. Genauso verfährt er mit elektronischen Sounds und Samples. Die Freiheit, der eigenen Kreativität keine Grenzen zu setzen und mit vorgefassten Meinungen und Vorurteilen bezüglich Genres oder Instrumenten ganz bewusst zu brechen, steht hier im Zentrum des kreativen Schaffens.  

Poetzsch hat alles was er kannte – angefangen bei  Sinatra-Songs, über Bach, bis hin zu zeitgenössischeren Einflüssen wie Ryuichi Sakamoto, Aphex Twin und Winged Victory For The Sullen –, zusammengefasst und in eben jenes Album zusammenfließen lassen, mit dem er bei Neue Meister sein Label-Debüt feiert. "Remember Tomorrow" ist ein Beleg dafür, wie es klingen kann, wenn man Konventionen umschifft und sich auf der Suche nach dem eigenen Weg von seiner Intuition leiten lässt.