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Barocker Kontrapunkt, arabische Melodien und Rhythmen, freie Improvisation, ambienter Minimalismus sowie alle Formen von elektronischer Tanzmusik gehören zur Handwerkspalette des Pianisten und Komponisten John Kameel Farah; man könnte seinen Kompositionsstil als “Maximalismus” bezeichnen. Farah, sowohl virtuoser Pianist als auch einfallsreicher Produzent von elektronischer Musik, schichtet farbenfrohe Sounds und Polyrhythmen auf einander, um entrückte Orchesterlandschaften zu errichten. Das Ganze ist mehr als eine Sammlung von Tracks: Time Sketches ist eher eine Art symphonischer Zyklus in 10 Sätzen, dessen abschließende Fantasia  mehrere Jahrhunderte zu überbrücken vermag. Farah setzt dabei das Klavier zusammen mit einer Reihe von Synthesizern und elektronischen Instrumenten ein. Er ist ein Beispiel der neuen Generation von nordamerikanischen Komponisten, dessen höchst expressiver Musikstil ein Zusammenleben von dramatischer Schilderung und abstrakter Vielschichtigkeit erlaubt.

Die Aufnahmen zu Time Sketches stellen ein großes Experiment für John Farah dar. Das Album dreht sich um die ausgedehnte, 12-Minuten-lange Fantasia, die ursprünglich im Auftrag der Western Front Society in Vancouver komponiert wurde. John hat das Werk überarbeitet und zusammen mit neun zusätzlichen Tracks in nur einem Monat in einem Konzertsaal in Hannover für das Label Neue Meister aufgenommen. Normalerweise dauert ein solcher Prozess einige Jahre. Der einmalige Aufnahmeort dieses Projekts spiegelt sich in der einzigartigen Atmosphäre und der Dramaturgie des ganzen Albums. Farah ist zudem ein erfolgreicher bildender Künstler, weshalb zu Time Sketches ein umfangreiches Booklet mit Tuschezeichnungen zu jedem einzelnen Musikstück geliefert wird.

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