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Was passiert, wenn sich drei Musiker Johann Sebastian Bach vornehmen und gleichermaßen mutig wie gekonnt weiterentwickeln? Dann können daraus Constellations entstehen. "Vintage Moon", "Electric Rain", "Hiraeth" und "999" heißen die vier hybriden Stücke auf dem Debüt-Album des Ensembles BachSpace an der Schnittstelle von Barockmusik und Electronica. Mit ihrer grenzüberschreitenden Musik spielten sie unter anderem an verschiedenen Bachfestivals und beim Montreux Jazz Festival 2017.

Die Pianistin Tamar Halperin, Gewinnerin des Hessischen Kulturpreises 2016 und musikalische Partnerin von Michael Wollny und Andreas Scholl, die 2016 mit ihrem erfolgreichen "Satie" Album ihr Debüt bei Neue Meister feierte, und der Geiger Etienne Abelin, langjähriges Mitglied im Lucerne Festival Orchester, haben für diese Aufnahme verschiedene Werke Bachs im Studio eingespielt. Der Audiodesigner Tomek Kolczynski, der sich mit Soundtracks für Theater und Film einen Namen gemacht hat, extrahiert aus den Piano- und Violinspuren charakteristische Fragmente und transformiert diese digital. Aus vielschichtigen Klangketten, Loops und Ostinati formt er eigene Stücke mit langen Spannungsbögen.

Gemeinsam verweben die drei Musiker die Bach'schen Originale mit diesen elektronischen Kompositionen zu neuen Sinneinheiten - eine Technik, die man in der Renaissance und im Barock "Pasticcio" nannte. Diese Geflechte, Constellations, geben der Dichte und Emotionalität in Bachs Musik neuen Raum. Johann Sebastian Bach, mutiert durch geschickte Dramaturgie und Rekomposition zu einer eigenen zeitgenössischen Klangwelt: BachSpace.

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